Die Selbsthilfegruppe für Angehörige
Rund 1,2 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer unaufhaltsam fortschreitenden
Hirnleistungsschwäche. Die unterschiedlichsten Formen werden mit dem Oberbegriff
"Demenz" bezeichnet. Die häufigste Demenzerkrankung ist die Alzheimersche
Krankheit. Sie führt unweigerlich zum Verlust geistiger und körperlicher
Fähigkeiten der Erkrankten. Die Ursache dieser Krankheit ist bis heute
noch nicht erforscht. Bislang gibt es nur mögliche Hypothesen.
Erinnerung und Orientierung, Zeitvorstellung, Sprechen und Verstehen, all diese
Fähigkeiten gehen langsam und unaufhaltsam verloren. Eine Heilung ist derzeit
nicht möglich.
Besonders für die Angehörigen ist die stete Regression ihres Familienmitgliedes
nur schwer zu ertragen. Sie müssen sich den täglich sich verändernden
negativen Bedingungen anpassen und immer wieder neue Lösungen für
neue Probleme finden. Die so wichtige liebevolle und geduldige Betreuung des
Erkrankten führt so manchen Angehörigen an die Grenzen seiner eigenen
Belastbarkeit.
Hier kann eine Selbsthilfegruppe wichtige Hilfe und Unterstützung bieten.
Die Gruppe gibt Raum um Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Lösungswege
zu suchen und miteinander Aktivitäten zu gestalten.
Wie schrecklich auch die Folgen der Krankheit für die betroffenen Patienten sind,
mindestens ebenso entscheidend sind die Folgen auch für die jeweiligen Angehörigen.
Unsere Gruppe möchte Ihnen helfen mit dieser Belastung fertig zu werden.
Im September 2002 wurde von der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen des
Paritätischen in Hildesheim (KIBIS) ein erstes Treffen für Angehörige
von Demenzerkrankten angeboten. Seit März 2003 wird die Angehörigengruppe
von uns Angehörigen selbst geleitet. Im Februar 2004 wurden wir vom Finanzamt
Hildesheim als "nicht eingetragener Verein" als gemeinnützig anerkannt worden.
Wir treffen uns jeweils am 1. Montag im Monat von 16.00 bis 18.00 Uhr zum Austausch,
zu Gesprächen, um einander Hilfestellung bei Fragen und Problemen zu geben und Informationen weiter zu geben.
Wir veranstalten Vorträge zu wichtigen Themen rund um die Demenz und betreiben Öffentlichkeitsarbeit, um über das Thema Demenz aufzuklären.
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